keller bauen

Ein Keller dient den meisten Menschen als Nutz- oder Abstellraum. Selten benötigte Dinge lassen sich komfortabel verstauen und alles, was aufgrund der Größe oder Beschaffenheit nicht in den Wohnraum passt, findet im Keller sein Plätzchen. Doch was, wenn durch den Bau eines Kellers die Nachteile für den Bauherrn überwiegen würden? Wenn also kein Keller gebaut werden soll? Dann muss darüber nachgedacht werden, welche Alternativen es zu einem Keller gibt, immerhin besteht der Unterbringungsbedarf unabhängig von einem Kellerbau.

Anbau oder Ausbau des Hauswirtschafts- und Technikraumes

Der Hauswirtschafts- oder Technikraum wird bei der Planung oft relativ knapp kalkuliert. Im Schnitt beträgt die Fläche dieses Raumes um die 10 bis 12 Quadratmeter. Zur gängigen Ausstattung gehören die Anschlüsse für die Waschmaschine und den Trockner. Rechnet man den Platzbedarf für diese beiden Geräte, scheint auf den ersten Blick noch genügend Platz für die Gegenstände zu sein, die sonst in einem Keller Platz finden würden. Doch mit dem Aufstellen der Waschmaschine und des Trockners ist es noch nicht getan. Nicht jedes Wäschestück eignet sich für den Trockner – ergo sollte der Platz für einen Wäschetrockner noch reichen. Zudem sollte der Hauswirtschaftsraum ausreichend Platz für notwendiges Kleinzeug aufweisen. Dazu zählen etwa Putzutensilien, Staubsauger oder eine Leiter. Damit dürfte die geringe Fläche des Raumes voll ausgelastet sein.

Wer sein Haus ohne Keller bauen möchte, sollte sich vorab mit einer größeren Fläche für den Hauswirtschafts- oder Technikraum beschäftigen. Es ist immer schwer, im Nachhinein eine umfangreiche bauliche Veränderung durchzuführen, deswegen empfiehlt es sich, hier mit Augenmaß die Thematik „Alternativen zum Keller“ genau zu beleuchten.

Den Spitzboden als Abstellraum nutzen

Der Spitzboden dient in etlichen Häusern als reiner Staubfänger. Hier verbirgt sich ein enormes Platzpotenzial, das auf die Ausschöpfung fast zu warten scheint. Doch die Überlegung, diesen Raum als Kellerersatz zu nutzen, birgt natürlich auch Nachteile – je nach Nutzung. Wer seine Dekorationsgegenstände unterbringen möchte, einen Platz für die Skier sucht oder einfach nur die Jacken für den Winter sauber verpackt haben möchte, kann dafür durchaus den Spitzboden nutzen.

Wer sich jedoch nach einem Platz für seinen Rasenmäher umschaut oder sonntäglich sein Fahrrad aus dem Keller holen möchte, wird vermutlich mit dieser Alternative nicht glücklich. Hier gilt es also, die eigenen Wünsche auf den Prüfstand zu stellen. Dabei sollte realistisch gedacht werden, damit sich auch später kein Unbehagen einstellt. Es bringt wenig, sich den Platzbedarf und die eigenen Wünsche schönzureden. Spätestens, wenn die Fahrradtouren nicht mehr stattfinden, weil niemand Lust hat, die Sportgeräte vom Dach zu holen, wäre es die falsche Entscheidung gewesen. Bei diesem Beispiel wäre der An- oder Ausbau des Hauswirtschaftsraumes eine sinnvollere Alternative gewesen.

Self-Storage – extern, aber praktisch

Eine weitere Möglichkeit zur Lagerung von „Kellergegenständen“ bietet Self-Storage. Der Kunde mietet die benötigten Quadratmeter bei einer darauf spezialisierten Firma an – und lagert seine Dinge sicher und komfortabel ein. Normalerweise hat der Kunde rund um die Uhr Zugang zu seinem „Keller“, der meist mit aller erdenklicher Sicherheitstechnik ausgerüstet ist. Die Preise für diese Lagermöglichkeit variieren je nach Größe des georderten Platzes, so kostet ein Container mit einer Größe von etwa einem Quadratmeter um die 30 Euro monatlich. Self-Storage ist ein noch junger Markt, so kann es durchaus sein, dass sich das Angebot preislich eher weiter nach unten orientiert. Weitere Information finden Sie dazu auf Immowelt.

Fazit
Wie so oft im Leben hängt die Art des Kellers von den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Hausbesitzer ab. Was wird wie lange gelagert? Ist eine Lagerung überhaupt sinnvoll? Wie oft werden die eingelagerten Gegenstände ausgepackt und genutzt? Besteht die Gefahr, zu viele Güter anzusammeln, nur weil der Platz da wäre? Mit solchen und ähnlichen Fragen müssen sich Bauherren auseinandersetzen, wenn es um den Keller geht. Egal, ob der nun im Technikraum, im Dachgeschoss oder in der nächsten Stadt untergebracht ist.

© 2017 keller-bauen.de - Ein Projekt von Massivhaus-Zentrum.de.