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Kellerarten und Bauweisen beim Kellerbau - Ratgeber zum Thema Keller bauen

Die Entscheidung, ob ein Keller gebaut werden soll, gehört für einen Bauherrn zu den wichtigsten und schwierigsten überhaupt. Sie hängt von zahlreichen Faktoren ab, die im günstigsten Fall zusammen mit einem Architekten besprochen werden sollten. Dabei spielen nicht nur finanzielle Überlegungen eine Rolle, sondern auch die geologischen Voraussetzungen (Grundwasserspiegel, Art des Untergrunds etc.) und die weitere Lebensplanung.

Die Bauweisen beim Kellerbau

Diese Seite erläutert die am häufigsten eingesetzten Bauweisen beim Kellerbau. Sie finden hier Informationen zum

  • gemauerten Keller, auch in der Ausführung als schwarze Wann (Abdichtung mit Bitumen)
  • Betonkeller in der Ausführung als Weiße Wanne, auch WU-Keller (wasserundurchlässiger Keller)
  • Keller in der Ausführung als braune Wanne (Abdichtung mit Bentomitmatten)

Wir erläutern die dahinter stehenden Prinzipien sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Die Nutzungsarten des Kellers

Keller werden für unterschiedliche Zwecke geplant und gestaltet. Üblicherweise wird unterschieden in

  • Nutzkeller (alternative Bezeichnung: Ausbaukeller; dazu zählen wir auch den klassischen Lagerkeller)
  • Wohnkeller

Sie finden Informationen zu beiden Nutzungsarten und hilfreiche Hinweise, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung nützlich sein können.

Die Baukosten für einen Keller

Die Höhe der für einen Keller zusätzlichen Baukosten hängt nicht nur von der geplanten Nutzung und der Bauweise, sondern stark von den örtlichen Voraussetzungen ab. Daher kann hier keine konkrete Summe genannt werden. Bei einer Kellerfläche von 100 qm kann der Preis bei 20.000 Euro, jedoch in einem anderen Fall ebenso auch bei 40.000 Euro liegen.

Zur Orientierung nennen wir Ihnen diejenigen Leistungen, die ein aussagekräftiges Angebot für den Bau eines Kellers enthalten muss:

  • Erdarbeiten
  • Bodenplatte
  • Fertigung der tragenden Wände
  • Fertigung der Trennwände
  • Lichtschächte, Fenster
  • Kellertreppe (inklusive des gem. EnEV gedämmten Kellervorraums)
  • Abdichtung und Dämmung (optional)
  • Verfüllung
  • minimale elektrische Ausstattung (beinhaltet pro Kellerraum je einen Lichtauslass und Schalter sowie eine Steckdose)

Ein Hinweis:
Unter der Bezeichnung „Fertigkeller“ verbergen sich oft keine Rundum-sorglos-Angebote. Die Bezeichnung ist genau wie der Begriff „schlüsselfertig“ rechtlich nicht definiert.

Die Bedeutung eines Kellers früher und heute

Ein Keller war früher eine Selbstverständlichkeit:
In Mehrfamilienhäusern, in denen Familien oft beengt wohnten, wurde er als Lagerraum für Vorräte oder Kohlen benötigt. Über Wärmedämmung oder Abdichtungsmaßnahmen machte sich niemand Gedanken. Daher war es in vielen Kellern feucht und muffig, was hingenommen und als normal betrachtet wurde.

Das hat sich heute grundlegend geändert:
Der Bau eines Kellers wird ebenso gründlich geplant wie der des übrigen Hauses. Kein Bauherr will einen Keller, aus dem ihm beim Öffnen der Kellertür der Modergeruch entgegenschlägt. Sowohl Bauherren als auch Fachleuten ist klar, dass sich die Bauqualität des Kellers auf die Wohnqualität des ganzen Eigenheims auswirkt und auch Konsequenzen bei der Vergabe einer Hypothek sowie der Höhe eines päteren Verkaufswerts hat.

Das kann für einen Keller sprechen…

  • Er schafft mehr Platz, ohne die Grundfläche zu vergrößern und so die nutzbare Grundstücksfläche zu verkleinern.

  • Er ermöglicht eine andere Nutzung der übrigen Etagen, da z. B. ein dort eingerichteter Hauswirtschaftsraum die Küche oder das Bad von Hauswirtschaftsgeräten entlastet.

  • Der Wert des Hauses erhöht sich.

  • Banken gewähren in der Regel günstigere Kredite.

…und das dagegen

  • Ein Keller erhöht die Baukosten.
    Mit dieser zusätzlichen Etage
    -> ist ein barrierefreies Leben jetzt nicht und später nur mit Zusatzinvestitionen möglich,
    -> entsteht ein erhöhter Reinigungsbedarf,
    -> muss das nötige Raumvolumen für das Treppenhaus eingeplant werden, das in der Regel dem Flur verloren geht,
    -> findet ein „Leben auf der Treppe“ statt, was das erste Kriterium zur Barrierefreiheit ergänzt.

 

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